Städteplanung in Spanien und Portugal
Ein großes Problem sind in Spanien und Portugal die sinkenden Geburtenraten. Damit kommt es über kurz oder lang zu einem Leerstand bei vielen Gebäuden, denn einige Familien ziehen weg und es kommen keine weiteren nach. Der Bedarf an Wohnraum sinkt, gleichzeitig können viele Menschen die hohen Mieten nicht zahlen. Hochwertiger Wohnraum kann so nur schwer vermietet werden und steht oftmals lange Zeit leer.
In den einzelnen Städten in Spanien und Portugal gibt es unterschiedliche Ansätze. Allen gemein ist aber, dass der Wohnraum in der Stadt wieder attraktiver werden soll und dass damit einer Verkahlung der Innenstädte entgegen gewirkt werden soll. Außerdem soll erreicht werden, dass die Städte weniger für den Verkehr zur Verfügung stehen. Hier zeigt sich das Problem der Vereinigung der Bedürfnisse der Menschen und gleichzeitigem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Einige Pläne gehen davon aus, dass die Innenstädte für Fußgänger akzeptabler gemacht werden sollen und dass hier generell das kulturelle Leben eine Rolle spielen soll. Straßen werden so gestaltet, dass sie eine „kulturelle Achse“ in der Stadt bilden.
Wichtig ist in Spanien wie in Portugal, dass die vorhandenen Wohnräume besser genutzt werden. Es kommt nicht darauf an, immer neue Gebäude zu errichten, sondern die vorhandenen müssen revitalisiert werden. Das heißt, sie sollen modernisiert und saniert werden und die gesamten Städte müssen eine neue Strukturierung erfahren. Beachtet werden müssen dabei die Migrationsbewegungen, denen gerade die großen Städte immer stärker unterworfen sind. Wenn man sich das Beispiel von Barcelona ansieht, so zeigt sich, wie groß die strukturellen Probleme in der Stadt tatsächlich sind.
Die Nachfrage nach Wohnungen, die im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus entstehen, ist größer, als das Angebot. Die Apartments aus dem Viviendas de Protección Oficial richten sich in erster Linie an die Menschen, die die hohen Mieten im Land nicht zahlen können und auf eine Sozialwohnung angewiesen sind. Ein ähnliches Programm gibt es in Portugal, auch hier werden Sozialwohnungen errichtet.